Tierherberge Donzdorf in Ungarn

UNGARN--> Wir geben nicht auf!

Wie einige von Ihnen sicherlich wissen, fährt die Tierherberge Donzdorf e.V. in regelmäßigen Abständen Hilfstransporte mit Sachspenden zu unseren Partnerstationen in Ungarn. Dies sind die beiden Tierheime Törökbalint sowie das Tierheim Budaörs.

Beide Stationen wurden von uns umgebaut und sind heute weit über Ungarn heraus bekannt. Das Tierheim Törökbalint war bevor wir dort hingekommen sind, eine reine Tötungsstation. Nur Dank der Arbeit von uns wird dort seit vielen Jahren kein Tier mehr getötet.

Ständig sind wir am Weiterbau, am Renovieren etc.  der Stationen.

Eine Ende wird lange noch nicht in Sicht sein!

Es gibt viele Bereiche, in der Ihre Unterstützung für unserer ungarischen Hundefreunde gebraucht wird.

Sei es durch Sachspenden, Geldspenden oder auch durch eine Mitgliedschaft in unserem Verein. Auch wäre eine Patenschaft für eins unserer ungarischen Schützlinge eine wunderbare Sache.

Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

26.01.2019

In den kommenden Wochen werden wir immer wieder unsere SEITE UNGARN fortführen und erweitern. Bitte haben Sie Geduld. Danke

 

Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.

(Konfuzius)


 

50 Seesternchen in Ungarn gerettet

Der 9. Juni 2016 sollte der letzte Tag in ihrem Leben sein.

Weil sie alt waren? Weil sie krank waren?

Weil sie gefährlich waren?

Nein. Nur weil sie DA waren. Weil sie überflüssig waren.

Aber wer mit der Zärtlichkeit seiner Seele in die Augen dieser Hunde blickt, spürt, dass keiner ihrer Atemzüge überflüssig ist; dass jeder einzelne von ihnen es verdient hat zu atmen, zu leben und geliebt zu werden.

 

Das Team der Tierherberge Donzdorf hatte schon oft in der Vergangenheit im Vertrauen auf Sie, liebe Tierfreunde, eine große Anzahl von Hunden vor ihrem sinnlosen Tod bewahren können. Umso mehr erschütterte uns im Sommer die Information, dass eine ungarische Auffangstation, die sich in Bicske befindet, geschlossen und alle darin befindlichen ca. 50 Hunde getötet werden sollten. Die Tötung war für den 9. Juni geplant. Eine einfache Lösung für die Betreiber! Für die Menschen, die aber das Leben und die Würde der Tiere respektieren, war diese „Lösung“ einfach unfassbar, undenkbar und nicht akzeptabel.

 

Gemeinsam mit unserer langjährigen Partnerstation in Törökbálint, die etwa 20 km von Bicske entfernt liegt, konnten wir es ermöglichen, dass diese Hunde weiterleben durften.

Aus dem Tierheim in Törökbálint wurden vorher einige schon ausreisefertigen Hunde nach Donzdorf geholt, um Platz für die Tiere aus der Tötungsstation von Bicske zu bekommen. Sodann wurden die Hunde aus ihrem geplanten Todesort in Bicske in die Sicherheit von Törökbálint gebracht. Sie waren gerettet. Sie durften weiterleben. Unter ihnen eine hochträchtige Hündin, deren fünf Welpen wenig später gesund auf die Welt kamen und fröhlich und neugierig ihre sichere Welt erkundeten.

 

Aber schon auf den ersten Blick und dann nach eingehenderen Untersuchungen durch die Pfleger und Ärzte in Törökbálint war klar, dass die Hunde sich in einem schlechten körperlichen Zustand befanden. Zum großen Teil waren sie massiv untergewichtig, schwach, voller Parasiten und einige auch in einem mental schlechtem Zustand, der jedem tierlieben Menschen Tränen in die Augen treibt.

 

Die geretteten “Seesternchen” mussten erst einmal aufgepäppelt werden. Sie brauchten hochwertiges Futter, um behutsam auf ein angemessenes Gewicht zu kommen. Sie benötigten tiermedizinische Versorgung. Die Ohren und Augen waren bei vielen von ihnen in keinem guten Zustand. Ihre Körper mussten von Parasiten und Würmern befreit werden. An die dringend notwendigen Impfungen war zunächst nicht zu denken. Dafür mussten die kleinen und großen Geschöpfe erst einmal stabilisiert werden. Sie brauchten Zeit, um ihre Vergangenheit zu verarbeiten und wieder Lebensfreude spüren zu können.

 

Vor allem aber brauchten sie auch viel Zuwendung, Aufmerksamkeit und Liebe. Sie brauchten Gründe dafür, wieder mit ihren Schwänzchen zu wedeln und fröhlich durch den Tag zu hopsen.

Mittlerweile sind einige Monate vergangen. Unvorstellbar, dass diese wundervollen Tiere längst tot sein sollten. Einige konnten inzwischen gesund und geimpft nach Deutschland ausreisen und fanden sogar schon ein schönes Zuhause.

 

Alles was mit der Rettung und Pflege dieser Hunde von Bicske zusammenhing, hätten unsere Teams aus Donzdorf und Törökbálint nicht alleine leisten können. Wir waren vor allem auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um die Verpflegung und die in großem Umfang notwendige tiermedizinische Versorgung sichern zu können.

 

An vielen tierlieben Menschen ging die damals von uns veröffentlichte Geschichte dieser Hunde nicht spurlos vorüber. Sie trugen mit ihren Spenden dazu bei, diesen Hunden genügend Kraft und Gesundheit für ein lebenswertes Leben zu schenken. Dafür bedanken wir uns im Namen der geretteten „Seesternchen“ ganz herzlich. Ohne Ihre/eure Hilfe wäre es uns nicht möglich gewesen, so schnell und umfangreich zu handeln und diese Schätze zu retten.

 

Wie ist das Motto der Tierherberge, welche die Geschichte von den gestrandeten Seesternen erzählt? “Für diesen hier macht es einen Unterschied.”

Und wenn es nur ein einziger gewesen wäre, der aus Bicske hätte gerettet werden können, wäre es genauso gewesen. Aber es waren sogar mehr als 50 (mit den kleinen Babys ...)!!!

So viele. So unbeschreiblich schön. Danke an alle an der Rettung Beteiligten für ihren starken Willen, die Kraft ihrer Gedanken und Handlungen und für ihre unendliche Liebe!

Ihre Sibylle Hensel (Mitglied der Tierherberge Donzdorf e.V. sowie Tierpatin).

Solche Aktionen sind für uns nur durch langjährige Gespräche und Verhandlungen mit dortigen Verantwortlichen möglich geworden. So wie etwa mit Bürgermeistern, Tierärzten, Veterinärämter usw., die wir zusammen mit unserer Schirmherrin Prinzessin Eugenia von Hohenzollern oft schon führten. Wir konnten erreichen, was uns heute noch sehr freut, dass in der Region Budaörs/ Törökbalint keine Tötungen der Hunde und Katzen von Seiten der Gemeinden mehr gefordert werden. Als Gegenleistung mussten wir natürlich die Zusage machen, dass wir uns um diese Tiere kümmern werden. Was wir selbstverständlich bis zum heutigen Tag auch einhalten! Die Situation ist jetzt so, dass sich auch die Veterinärämter mehr um vernachlässigte und gequälte Tiere kümmern, sie beschlagnahmen und dann in unsere Station nach Törökbalint bringen. So erfreulich dies auch ist, bedeutet es für uns aber ein hohes Maß an Mehrkosten und Mehrarbeit in den Stationen.

Dies alles können wir nur mit Ihrer unermüdlichen Hilfe bewältigen. Dafür ein großes Dankeschön!